Projekt

Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrant*innen und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden seit jeher vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit.

Das Projekt migsst untersucht, ob Formen von Integration und/oder Segregation in migrantisch geprägten Quartieren Konflikte und Kriminalität vermindern oder erhöhen und falls ja, wie. Vor dem Hintergrund einer häufig durchschnittlich geringeren Ressourcenausstattung der migrantischen Bevölkerung und der damit möglicherweise erhöhten Verletzlichkeit (Vulnerabilität) sowie der Feststellung, dass migrantisch geprägte Quartiere eine wichtige Adresse bei weiterer Zuwanderung sind und damit eine besondere Rolle bei der Integration einnehmen, werden Konflikte und Konfliktpotential des Zusammenlebens von vielen sozialen und ethnischen Gruppen in Wohnquartieren untersucht. Quartiere (Viertel, Nachbarschaften, Kiez) werden verstanden als Handlungsraum der Menschen.

 

Besondere Bedeutung haben im Projekt die Erfassung der Bedürfnisse und Bedarfe der Quartiere und ihrer Bewohnerschaft sowie die Quartiersdeutungen der Bewohner*innen, um ihre Sichtweisen, Ideen und Erwartungen bei der Herstellung und Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung aufzugreifen und ihnen „eine Stimme zu geben“, auch um die Potenziale der Bewohnerschaft bei der sozialen Quartiersgestaltung und Sicherheit zu erkennen und aufzugreifen.

Untersucht wird dafür auch der Quartiersraum mit seiner Infrastruktur (Spiel/-Bolzplätze, Handel, Schule/Kita, Jugendtreff, Religionsstätten, öffentliche Einrichtungen etc.) und deren Wirkungen im Quartier, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Sicherheitsempfinden.

Es gilt, mit dem Projekt mehr Transparenz über vorhandene Strukturen zu schaffen, um damit die bestehende Sicherheitsarbeit und mögliche Verbesserungen erschließen zu können.

 

Analysiert werden u.a. wie sich Sicherheit (z.B. Verhinderung und Aufklärung von Kriminalität) und Ordnung (z.B. Minderung von Lärmbelästigungen, Verschmutzung, Vernachlässigung des Raumes) in spezifischen städtischen Quartieren herstellen und ggf. das Sicherheitsgefühl beeinflussen. An der Herstellung sind die Bewohner*innen des Quartiers, zivilgesellschaftliche Organisationen aber auch kommunale und staatliche Behörden (hier insbesondere die Polizei) beteiligt.

 

Mit einem umfassenden und interdisziplinären Forschungsansatz wird aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Blickrichtungen untersucht, welche Risikofaktoren identifizierbar sind und mit welchen Mitteln diese beeinflusst werden können. Durch teilnehmende Beobachtungen, Gespräche, Befragungen und statistische Auswertungen werden Daten zu Migration, Integration und Segregation erhoben und zusammen mit den ausgewerteten Daten der PKS sowie stadt- und quartierspezifischen Daten analysiert. Eine ethische Begleitforschung und rechtwissenschaftliche Studien ergänzen die sozialwissenschaftlichen empirischen Arbeiten.


Ziele des Projekts sind wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse für

  • die Herstellung und ggf. Verbesserung der Sicherheit und des Sicherheitsempfindens im Quartier
  • die Förderung und ggf. Verbesserung des Zusammenlebens.
  • In der bundesweiten Studie geht es um die Analyse und den inter-städtischen Vergleich kommunaler, polizeilicher und zivilgesellschaftlicher (Vereine, Kirche/Moscheen etc., Wohlfahrtsverbände) Praxis der Sicherheitsarbeit.
  • Wichtig ist dabei, die unterschiedlichen Perspektiven aller beteiligten Akteur*innen im Quartier zu erfassen,
  • insbesondere ist die Perspektive mit den Erwartungen und eigenen Leistungsmöglichkeiten der Bewohner*innen einzubeziehen, da sie sowohl Zielgruppe als auch beteiligte Akteure im Quartier sind.
  • So folgt der Analyseansatz der Qualified Practice einer doppelten Orientierung und versucht sowohl Potenzial als auch Defizite zu identifizieren, um tragfähige Interventions- und Handlungskonzepte zu erarbeiten.



Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW – Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaften: Segregation – Opferschutz im Quartier

Das Teilvorhaben „Segregation - Opferschutz im Quartier“ der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Münster analysiert Formen der Integration und Segregation im Zusammenhang mit Vulnerabilität und Resilienz. Es untersucht dies in Quartieren, die stark von Migration oder einer großen sozialen Vielfalt geprägt sind und fragt danach, welche Auswirkungen die Quartiersstrukturen auf ihre Bewohnerschaft haben. Um Vulnerabilität, Viktimisierungsrisiken und Resilienz zu untersuchen, werden Formen von Integration und Segregation empirisch in je zwei Quartieren in vier verschiedenen Städten Deutschlands betrachtet.

Neben Auswertungen von Sozialraumdaten werden vor allem mit ethnographischen Feldbegehungen in Form von teilnehmenden Beobachtungen und Gesprächen sowie qualitativen Interviews insbesondere mit den Bewohner*innen, diversen behördlichen Institutionen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen geführt. Aus dieser empirischen Perspektive und mithilfe der vielfältigen Sichtweisen auf die Quartiere sollen inter- und intrakommunale Vergleiche ermöglicht und neue Erkenntnisse zur Herstellung und Gewährleistung von Sicherheit in migrantisch geprägten Quartieren gewonnen werden.

Um dieses Wissen nutzen zu können und die Sicherheit der zu-/eingewanderten Bewohner*innen zu stärken, werden Handlungsempfehlungen mit und für die Städte entwickelt. Sie werden, wenn möglich mit den örtlichen Akteuren als assoziierten Partnern erprobt. Ausgangspunkt ist dabei ein begrifflich breit gefasster Ansatz von Sicherheitsarbeit: von Prophylaxe und Prävention über Fragen von Resilienz und Copingfähigkeit bis zur Restoration sowie den klassischen Elementen der Intervention, Security und Strafverfolgung.

Das Teilvorhaben betreibt damit die Qualifizierung und Aufwertung der lokalen Wissens- und Netzwerkarbeit, organisiert ein Lernen ausgehend von den lokalen Praktiken und wertet dabei das Prozess- und Methodenwissen gegenüber dem Faktenwissen auf.


Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Bernhard Frevel


Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Christiane Howe, Dorthe Flothmann


Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW

Nevinghoff 8-10

48147 Münster


Email: migsst@fhoev.nrw.de



Eberhard Karls Universität Tübingen – Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement: Migration, Segregation und Kriminalität

An der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement der Eberhard Karls Universität Tübingen bearbeitet das Forschungsteam in seinem Teilvorhaben „Migration, Segregation und Kriminalität“ Fragestellungen zu Kriminalität und Migration. Neben einer Auswertung kriminalstatistischer und sozialstruktureller Daten findet eine kritische Reflexion bestehender Begriffsbestimmungen von „Ausländer-, Migranten-, Zuwandererkriminalität“ statt, aus der ein dem qualitativen Vorgehen gerecht werdender Arbeitsbegriff entwickelt wird. Dabei werden besonders die Zuschreibungsprozesse von Kriminalität im Zusammenhang mit Migration in den Untersuchungsstädten in den Blick genommen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen mit den bereits vorhandenen und bewährten (kriminal-) präventiven Strategien und Maßnahmen verglichen werden, um anschließend im intra- und interstädtischen Vergleich bedarfsorientierte Präventions- und Handlungskonzepte zu erarbeiten. In enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und Projektpartnerinnen wird ein multimethodischer Zugang zu den Forschungsfeldern gewählt, um ein möglichst ganzheitliches Bild von den relevanten Phänomenen zu bekommen.


Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Rita Haverkamp


Wissenschaftliche Mitarbeiter: Kaan Atanisev, Fynn Kunkel


Eberhard Karls Universität Tübingen

Stiftungsprofessur Kriminalprävention und Risikomanagement (SKuR)

Geschwister-Scholl-Platz
72074 Tübingen


Email: rita.haverkamp@uni-tuebingen.de



Eberhard Karls Universität Tübingen – IZEW

Das Teilprojekt Ethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) analysiert die spezifisch ethischen Fragen ethnischer Segregation in urbanen Räumen. Diese betreffen insbesondere die diskursive Konstruktion von Segregation, das mit segregierten Gruppen verbundene Medienhandeln sowie auf Segregation bezogene kriminalpräventive Vorhaben und Effekte. Darüber hinaus begleitet das Ethikzentrum die empirische Forschung und die Entwicklung kriminalpräventiver Ansätze durch die ethische Reflexion zugrundeliegender Vorannahmen und Konzepte.

Zu den zentralen Arbeitsvorhaben des Teilprojektes zählt die Ausarbeitung der positiven und negativen Aspekte von Segregation durch und von ethnischen Gruppen aus der Perspektive der angewandten und politischen Ethik. Der Begriff der sogenannten „Parallelgesellschaften“ wird dabei ebenso hinterfragt wie zugrundeliegende Konzepte von „Kultur“ und „Integration“: Inwiefern kann Segregation tragbar oder sogar integrationsfördern sein, wann wird sie problematisch oder integrationsverhindernd? Wo schlägt die Akzeptanz von Pluralität in Ablehnung des ‚Fremden‘ um? Und in was genau soll eigentlich integriert werden?

Darüber hinaus setzt sich das Teilprojekt Ethik mit den Potenzialen einer modernen Kommunikation in multiethnischen Städten auseinander. Komplementär zur projektinternen empirischen Studie zur Mediennutzung segregierter Gruppen wird von medienethischer Seite nach dem Auftrag der Medien für eine angemessene Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen und für eine gelingende Integration gefragt: Welche Anforderungen sollten an Medienhandeln und Medienrezeption aus ethischer Sicht gestellt werden? Wie können Medien positiv zur Herstellung von mehr objektiver und gefühlter Sicherheit beitragen? Auf welche Weise können Migrant_innen erreicht werden oder aktiv am Mediengeschehen teilhaben? In diesem Kontext werden auch Perspektiven der „Smart City“ für ein zukünftiges Sicherheitshandeln beleuchtet und in Form einer medienethisch fundierten Expertise zu Smart City-Ansätzen für die Kriminalprävention aufbereitet.

 

Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Regina Ammicht-Quinn, PD Dr. Jessica Heesen


Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Anne Burkhardt. Dr. Karoline Reinhardt


Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

Wilhelmstraße 19

72074 Tübingen


Email: regina.ammicht-quinn@uni-tuebingen.de

jessica.heesen@uni-tuebingen.de



Deutsche Hochschule der Polizei - Fachgebiet Kommunikationswissenschaft: Analyse öffentlicher Kommunikation und Strategien interorganisationaler Zusammenarbeit

Im Rahmen des Projekt migsst beschäftigt sich das Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft der Deutschen Hochschule der Polizei zum einen mit der medialen Darstellung urbaner, segregierter Räume in Bezug auf mögliche korrelative Effekte hinsichtlich Kriminalität und Migration. Zum anderen wird die interinstitutionelle Sicherheitsarbeit innerhalb der Polizeien sowie zwischen Polizei und weiteren diesbezüglich relevanten Akteuren (Kommunen, Kultur- und Sozialeinrichtungen etc.) betrachtet und analysiert, welche Herausforderungen für eine optimale Zusammenarbeit bestehen und inwiefern diesen begegnet werden können. Daraus ergeben sich im Teilvorhaben der DHPol zwei wesentliche Arbeitsaufträge:

Erkenntnisgewinnung über die Wahrnehmung und öffentliche Darstellung der ethnisch segregierten Räume mit Bezug auf Kriminalitätsphänomene und die tatsächliche sowie vermutete Beteiligung von Migrantinnen und Migranten an Kriminalität

Analyse des integrierten Kommunikations- und Wissensmanagements der interinstitutionellen Sicherheitsarbeit.

Die aus dem Projekt gewonnen Ergebnisse finden Eingang in die Aus- und Fortbildung der bundesdeutschen Polizei als auch in die hochschuleigenen Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen. Darüber hinaus sollen Strategien der Sicherheitskommunikation herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen formuliert werden, die an die relevanten kommunalen Akteure gerichtet sind und zu einer am Bedarf und individuell ausgestaltenten optimierenden Sicherheitsarbeit in den jeweiligen Städten beitragen sollen.

Des Weiteren sollen die Projektergebnisse in die wissenschaftlichen Diskurse in Form von Aufsätzen, Sammelbänden o. ä. einfließen und einen Mehrwert für die jeweiligen Disziplinen (Kriminologie, Kommunikationswissenschaft, Soziologie uw.) ermöglichen.


Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Stefan Jarolimek


Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Dijana Djerkovic, Fabian Schönegge


Deutsche Hochschule der Polizei

Zum Roten Berge 18-24

48165 Münster


Email: stefan.jarolimek@dhpol.de



Universität Bielefeld – Lehrstuhl für öffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte: Rechtsfragen der Entstehung und Bewältigung von Segregationsfolgen
Die Arbeitsrate der Universität Bielefeld beschäftigt sich mit den Rechtsfragen der Entstehung und Bewältigung von Segregationsfolgen. Nachdem in Abstimmung mit dem Konsortium ein Segregationskonzept entwickelt wird, geht es für das Bielefelder Teilprojekt in mehreren Schritten darum zu fragen,

welche Einwirkungsmöglichkeiten auf die Entstehungsbedingungen ethnischer Segregation das Recht zur Verfügung stellt,

ob Segregation eine (nicht) intendierte Folge des Rechts ist,

welche rechtlichen Möglichkeiten und Hindernisse bestehen, nachteiligen Folgen ethnischer Segregation (Quartier als kriminogener und viktimisierender Faktor) präventiv entgegenzuwirken,

welche öffentlichen Akteure und Stellen bei der Entstehung, dem Management und der Bewältigung nachteiliger Folgen vorhandener ethnischer Segregation beteiligt sind,

welche rechtlichen Anforderungen und Hindernisse für eine wirksame interinstitutionelle Kooperation gelten,

indem Rechtsnormen aus den Bereichen des Bauplanungs-, Schul- und Ausländerrechts durch Auslegung und Auswertung vorhandener rechtswissenschaftlicher Literatur analysiert werden. Dabei stehen die öffentlich-rechtlichen Aspekte im Vordergrund.

 

Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Christoph Gusy


Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Marcus Kutscher


Universität Bielefeld

Morgenbreede 39

33615 Bielefeld


Email: christoph.gusy@uni-bielefeld.de



Bundeskriminalamt: Analyse und Entscheidungsfindung zur Minderung der Risiken von segregationsbedingter Kriminalität

Die Risikofaktoren für Kriminalität sind vielfältig und komplex. Neben individuellen Prädiktoren gibt es strukturell bedingte Faktoren, welche die Entstehung von Kriminalität begünstigen. Das Teilvorhaben des Bundeskriminalamts im Projekt Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst) legt den Fokus auf ethnische Segregation als einen möglichen strukturellen kriminogenen Faktor sowie auf die Möglichkeiten staatlichen Handelns auf lokaler oder überregionaler Ebene, diesen Risikofaktor angemessen in quartiersbezogenen strategischen Planungen zur Kriminalitätsreduktion und -prävention zu berücksichtigen. Bislang existieren für kommunale Entscheidungsträger keine fundierten Analyse- und Entscheidungsfindungsmodelle, die sich explizit mit Sicherheitsrisiken in Zusammenhang mit ethnischer Segregation im urbanen Kontext befassen. Dieses Teilvorhaben möchte dieses Defizit beheben und entsprechende Modelle entwickeln, die es kommunalen Sicherheitsakteuren erlauben, eine Analyse der segregationsbezogenen politischen, demographischen, sozio-ökonomischen, kulturellen, religiösen u. a. Einflüsse auf die Sicherheitslage durchzuführen und auf Basis einer weitergehenden Analyse ihre Handlungsmöglichkeiten bewerten zu können. Dieses Modell kann als Demonstrator – von den lokalen Nutzern im jeweiligen konkreten Kontext umgesetzt – als Monitoring-und Analyseinstrument genutzt werden. Zentrales Element hierbei ist basierend auf dem SWOT-Ansatz („strengths, weaknesses, opportunities, threats“) eine Überprüfung der Risiken und Chancen, welche eine (im Entstehen begriffene) ethnische Segregation in einem Quartier mit sich bringt, sowie die Stärken und Schwächen der lokalen Sicherheitsakteure, diesen Risiken zu begegnen bzw. diese Chancen zu nutzen. Zur passgenauen Modellierung erfolgt über die eigenen Arbeiten hinaus eine enge Abstimmung mit den soziologisch, viktimologisch, juristisch und ethisch ausgerichteten Arbeitsraten der übrigen Projektpartner.


Bundeskriminalamt

Referat IZ34


Email: iz34@bka.bund.de



Westfälische Wilhelms-Universität Münster - Forschungsgruppe BEMA: Standardisierte Befragung zum Sicherheitsgefühl, zu Opfererfahrungen und zur sicherheitsrelevanten Quartiersbewertung

Die Forschungsgruppe BEMA am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster untersucht mit einer standardisierten Befragung (Fragebögen) wie die Quartiere von den Quartiersnutzer*innen wahrgenommen und genutzt werden. Weiterhin wird erfasst welche Erfahrungen dort gemacht werden und über welche Ressourcen die Quartiersnutzer*innen verfügen.
Die Befragung wird mittels persönlicher Interviews in den Quartieren durchgeführt. Sie soll alle Personengruppen, welche die Quartiere nutzen, erfassen, um einen umfassenden Einblick in die Meinungen und Sichten der Menschen zu erhalten, welche die Quartiere auf verschiedene Weise nutzen. Die persönlichen Interviews werden durch einen Onlinefragebogen und die Auslage von Fragebögen in zentralen Einrichtungen in den Quartieren ergänzt.
Mit den Ergebnissen der Befragung werden die qualitativen Forschungen der anderen Teilvorhaben ergänzt und erweitert. Außerdem werden die Befragungsdaten genutzt, um nach Faktoren zu suchen, welche mit positiven und negativen Quartiersbewertungen in Verbindung stehen.

Leitung des Teilvorhabens: Thomas Dierschke


Forschungsgruppe BEMA
Institut für Soziologie
Westfälische Wilhelms-Universität
Scharnhorststr. 121
48151 Münster


Email: dierschke@uni-muenster.de