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Begriffe und Interpretationen

Grundlegungen für das interdisziplinäre Arbeiten im Projekt

http://migsst.de/onewebmedia/migsst WP_1 Begri….pdf


Weitere Veröffentlichungen der Verbundpartner:

Neuerscheinung: Die Freiheit zu gehen. Ausstiegsoptionen in politischen, sozialen und existenziellen Kontexten



Beitrag von Karoline Reinhardt zum Recht auf Auswanderung bei Locke, Kant und Rawls

 

Gehen zu können, wenn man will – das ist für viele Menschen eine Kurzformel für Freiheit. Wegzugehen bedeutet in vielen Fällen aber auch einen verlustreichen Abschied von Personen und einer gemeinsamen Lebenspraxis. Die Freiheit zu gehen ist deshalb vor allem als Option wichtig, von der wir Gebrauch machen können, aber nicht müssen. Ausstiegsoptionen sind ein wichtiger Bestandteil freiheitlicher Gesellschaften und Lebensformen.Oft sind sie mit Konflikten verbunden, wenn Freiheits- und Autonomiebestrebungen auf eingespielte Verbindlichkeiten und Abhängigkeiten treffen. Für jede Gesellschaft und jede soziale Beziehung stellt sich daher die Frage, inwieweit und in welchen Bereichen Ausstiege zugelassen und unterstützt werden.

 

Der von Simone Dietz, Hannes Foth und Svenja Wiertz herausgegebene Band „Die Freiheit zu gehen. Ausstiegsoptionen in politischen, sozialen und existenziellen Kontexten“ bietet eine kontextübergreifende Analyse von Ausstiegsoptionen, sowohl ihrer generellen Aspekte als auch ihrer spezifischen Erscheinungsformen.

 

Karoline Reinhardt eröffnet mit ihrem Beitrag „Das Recht auf Auswanderung bei Locke, Kant und Rawls“ den Abschnitt „Politische Ausstiege“ und untersucht darin drei grundlegende Begründungsmuster des Rechts, eine politische Gemeinschaft zu verlassen. Über die im Titel genannten Stationen zeichnet sie nach, wie sich der argumentative Zusammenhang des Rechts auf Auswanderung wandelt: von einem Recht, das zur Behauptung einer stillschweigenden Zustimmung zur staatlichen Herrschaft vorausgesetzt werden muss, über ein Recht, welches Ausdruck des Rechtsverhältnisses zwischen einem Staat und seinen Bürgern ist, hin zu einem Recht, welches der Absicherung anderer Grundfreiheiten dient.

 

Der Band ist ab jetzt bei Springer VS erhältlich.

 


Neuerscheinung: „Migration und Weltbürgerrecht“ von Dr. Karoline Reinhardt


Das Thema Migration wird in Politik, Medien und Öffentlichkeit, aber auch in der Philosophie kontrovers diskutiert. Karoline Reinhardt vertritt in „Migration und Weltbürgerrecht. Zur Aktualität eines Theoriestücks der politischen Philosophie Kants“ die These, dass sich Kants Überlegungen zum Weltbürgerrecht in einer produktiven Disharmonie zu gegenwärtig vertretenen philosophischen wie politischen „Lagern“ in der Migrationsdebatte befinden. Es werden dabei insbesondere die Themengebiete Asyl, illegitime und legitime Abweisungsgründe, Staatenlosigkeit, der Erwerb der Staatsbürgerschaft, das Recht auf Auswanderung und individuelle Hilfspflichten sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer „weltbürgerlichen Gesinnung“ diskutiert.

„Migration und Weltbürgerrecht“ wurde von der Immanuel Kant-Stiftung mit dem Kant-Förderpreis und von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit dem Walter-Witzenmann-Preis ausgezeichnet.





Ansprechpartner:


Dorthe Flothmann


Prof. Dr. Bernhard Frevel